aufgelistet: aufgesammelt

134Was sich so angesammelt hat, was ich so aufsammle, was ich aufgegabelt habe am Wegrand. Dem virtuellen in diesem Fall.
Damit ich es nicht vergesse, damit mehr es erfahren, damit es mal einer gesagt hat. Einer muss es ja tun.

  • die andere Perspektive. Die eigene Wohnung aus den Augen des Kindes hat etwas derartig Rührendes, weil doch wirklich jede Bodendiele wie gemacht für Stau ist und die Funktion von Telefonen niemals klarer auf den Punkt gebracht werden könnte. Und dann wäre da noch, das was eine Amerikanerin über die Kindererziehung in Deutschland sagt und ich lese von freundlichen Hebammen, die wie Schwestern sind und der Ode auf das Elterngeld und selbst wenn ich den naturgegebenen Hang zur Übertreibung der Nordamerikaner abziehe, denke ich wieder mal: Es ist ein guter Ort, an dem ich hier lebe.
  • ich werde das Lied künftig mit anderen Augen hören. Und ja, das geht.
  • Dann bin ich Foy Vance verfallen. Bei Fee entdeckt. Cowboys kann ich immer zuhören. Und welchen, die mal etwas anderes im Gesicht tragen als Vollbart, gleich viel mehr.
  • mich festgelesen.
  • den Film über Vivian Maier, die das beherrschte, was diesen kleinen, feinen, kaum zu sehenden, aber zu spürenden Unterschied in Bildern macht: “sie besaß die Gabe, jene Bruchteile einer Sekunde aufzuspüren, in denen sich ein anderer zeigt – in einer zärtlichen Geste, einem verlorenen Blick.”

 

zwischendrin

moegen2235344Es fühlt sich so dazwischen an. Mal Herbst, mal Sommer. Mal furchtbar viel Energie und dann eine große Müdigkeit. Mal unendliche Lust auf so vieles und dann überfordert von den Möglichkeiten. Nichts Halbes und nichts Ganzes.
Trotzdem oder gerade deshalb hilft eine Lederjacke [1] – gegen Dünnhäutigkeit und sonst auch alles mögliche. Eine Kette mit klaren Formen [2] und eine durchlässige Schale aus Draht [3]. Eine Tasche für in die Tasche [4], um den ganzen Kleinkrimskrams zu verwahren, der sonst wild durcheinander fliegt. Vielleicht noch eine Seidenbluse [5]. Die sind nie verkehrt. Weil sich der Stoff so gut anfühlt auf der Haut, weil sie elegant sind, aber nicht aufdringlich, weil sie kühl sind und warm halten und so alle Widersprüche in sich vereinen. Auf maximalen Geschmack [6]. Ganz nach Lust und Laune. Oder irgendwas dazwischen.

weiter gehen

123“In bin nicht weit genug gegangen, das ist es. In die Einsamkeit muss man eindringen, man muss sie aushalten. Der eisige Beginn ist das Schlimmste. Man muss da durch. Man darf nicht auf halbem Weg umkehren, man muss durch die Bitterkeit hindurch, durch die Gefühle der Selbstgerechtigkeit, man muss auf sie zugehen wie auf eine heilige Stadt, man spürt die tiefe Freude, die einen erwartet. Ich versuche, sie in mir wachzurufen, sie heraufzubeschwören. Ich bin sicher, dass sie da ist, aber es ist nicht leicht, sie zu finden. Natürlich nicht. Man schwankt. Man muss kämpfen. Aber so ist das, wenn man an etwas glaubt, es ist ein Schnitt bis auf den Knochen.”

aus: Ein Spiel und ein Zeitvertreib von James Salter

eine Frau, die man mögen muss

124Ich mag diese Frau. Lange hatte ich keine Meinung oder eher eine vorgefertigte. Ladykracher nie gesehen oder mal im Hotel reingezappt. Hat einfach nicht gepasst oder war nicht auf meinem Radar, wie es eben mit so manchen Sachen ist, im Leben. Man kann ja nicht alles konsumieren, was die Medienlandschaft einem so bietet. Dann war da dieser kleine kluge Satz über die Aserbaidschan bei der Moderation des Eurovision Song Contest und das ging mir nach, weil es mutig ist, raffiniert und so gewitzt.
Und dann habe ich irgendwann diese Reportage gesehen und seitdem bin ich hin und weg von Anke Engelke. Sie sucht das Glück und das könnte schrecklich trivial sein, aber was so berührt und mir so nachgeht, ist ihre ungezwungene Art, wie sie den Kindern auf der Krebsstation begegnet. Ich frage mich, wie ich reagieren würde und alleine der Gedanke lässt mich ein wenig hilflos zurück.

Aber wenn, dann bitte so wie sie. Das ist nicht diese weinerliche, bemitleidende Art, das Umgehen oder Wegducken oder der manchmal von oben herabschauende Erwachsenenduktus, sondern so ehrlich und klar. Beim Jonglieren fällt da ein Satz über die Halskrause des Jungen, die ja auch ein Basketballkorb sein könnte und da ist kurz der Gedanke, darf man so etwas sagen, bis klar wird, man muss. Es ist die einzig richtige Antwort. Die volle Breitseite, hinsehen, ansprechen, weil es doch eh da ist und je mehr man wegsieht, desto stärker hängt es im Raum. Es ist genau die Klarheit, die ich schon an diesem Buch so mochte.

Ich verliere mich oder auch nicht, weil ich eigentlich sagen wollte, dass ich diese Frau mag und warum. Natürlich auch, weil sie zusammen mit Roger Willemsen auftritt und für den hege ich eine uneingeschränkte Bewunderung. Und dann hat sie noch eine nicht mehr ganz so neue Sendung. “Anke hat Zeit” heißt sie und da stellt sie vor, was sie so mag und da sind Künstler dabei, Schauspieler, Politisches. Es ist ein feines Potpourri an Themen, Meinungen, Sichtweisen und eine dieser Sendungen, die einen anders zurücklässt, weil man mehr gesehen hat, anderes gesehen hat. Es ist leicht und seicht und fröhlich, aber schrappt auch immer ein Stück am Abgrund zu mehr und da ist wieder dieses Hinsehen und Ansprechen und das erzeugt dann so eine Mischung aus Lächeln und Verwunderung, wie sie nur wenige erzeugen können.
Hatte ich schon gesagt, dass ich diese Frau mag?

Küchenpsychologische Managementlehre in der Praxis: Gegensätzliche Ergänzung zu bestem Ergebnis

051059Ich bin meines Zeichens  Küchenpsychologin. Mein Wissen basiert auf der Lektüre von Frauenzeitschriften und diverser Managementliteratur. Aus diesen fundierten Quellen weiß ich, dass man diejenigen gerne mag, die einem ähneln. Vom Lebensstil und Charakter, von der Arbeitsweise und dem Auftritt. Man neigt dazu, sie besser zu benoten und vorzuziehen. Aber wirklich erfolgreich sind gemischte Teams, wenn gegensätzliche Eigenschaften sich ergänzen. Saure Beeren und süßer Kuchen beweisen das schon lange.
Über Gegensätzliches und Neues habe ich nachgedacht und nebenher gebacken.
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Süß-sauerer Johannisbeer-Polentakuchen
[
von Jenny]

* 1 Schale Johannisbeeren
* 50 Gramm Polenta
* 200 Gramm Mehl
* 25 Gramm gemahlene Mandeln
* 2 Teelöffel Backpulver
* 1 Prise Salz
* 115 Gramm Butter
* 200 Gramm Zucker
* 2 Eier
* 100 Gramm griechischer Joghurt

Den Backofen auf 180 Grad vorheizen. Eine Kastenform einfetten. Die Johannisbeeren waschen, verlesen und in die Tiefkühltruhe geben (so werden sie im gebackenen Zustand nicht so schnell matschig und bilden schöne Tupfen). Polenta, Mehl, Mandeln, Backpulver und Salz mischen. Danach Butter und Zucker schaumig schlagen. Die Eier untermischen und dann langsam das Mehl und den Joghurt hinzugeben. Ein Drittel des Teiges in die Backform geben, einen Teil der gefrorenen Johannisbeeren schnell untermischen, den nächsten Teil des Teiges hinzugeben, wieder Johannisbeeren hinzufügen und so auch mit dem letzten Drittel verfahren. Für bis zu 75 Minuten in den Ofen geben. Eventuell mit Alufolie bedecken.
150061Das Ergebnis begutachten und testen und sich dabei gerne eine Diskussion über unterschiedliche Kulturformen in Unternehmen anhören. Rausgehen und alles Andersartige mit neuen Augen sehen.

Montagsmögen

montagsmögenJeden Montag: Zwei, die ich mag: Geschirr [1], das so schön ist, zart und zebrechlich, so dass ich daraus gar nicht essen muss, sondern es reicht, es einfach nur anzusehen. Ein Geheimnis [2], das gar keines ist und doch muss ich mich immer wieder daran erinnern. Noch eines. Und ein Lied, dass ich hören und hören kann und nicht genug bekomme.

machen und Zeit lassen

005008Es gibt Zeiten, da fließt alles so leicht von der Hand. Das Machen, das Anpacken, etwas zu sehen, wo vorher nichts zu sehen war, Fäden zu spinnen und aufzunehmen und so vieles. Es sprudelt einfach so vor sich hin. Und jetzt ist gerade eine Zeit, da sprudelt nichts, da scheint es fast versiegt und da fällt alles so schwer und natürlich nicht alles, weil vieles auch gut ist, aber irgendwie ist jede Handbewegung, jeder Schritt, jede Forderung, die das Leben eben so stellt, eine zu viel. Die Leichtigkeit ist verschwunden und die Müdigkeit hat sich so leise eingeschlichen.
Und zuerst ist da diese schleichende Angst, dass es so bleiben könnte, sich einnistet und wohnlich wird.
Das macht nichts. Das geht vorüber. Vor allem seit ich weiß, dass ich bald ein paar Wochen haben werde, die frei sind von Verpflichtungen oder nur voll von selbstauferlegten. Und alleine mit dem Entschluss und der Freiheit in Sicht, ist da wieder ein Hauch dieser Leichtigkeit und eine Gewissheit, dass es auch dieses Mal gut werden wird. Vielleicht weil ein Ende in Sicht ist und damit der Aussichtslosigkeit die Perspektive genommen. Weil ich jetzt schon weiß, dass wenn wieder Ruhe einkehren kann und ich Luft holen, dann wird es im Kopf auf einmal wieder laut, weil mir auf einmal wieder viele Dinge auffallen und einfallen und das man das doch auch so machen könnte oder vielleicht so und dann spinnt es wieder das Rad und es sprudelt und Ideen kommen und die Lust anzupacken und zu tun und passieren lassen.
Wird auch mal wieder Zeit.

Montagsmögen

montagsmaggggeeeJeden Montag: Zwei, die ich mag. Dieses Gefühl, nur so ein Gefühl und froh ein Bild zu haben, dass es ausdrückt [1] Mehr nicht. Und auch nicht mehr, als dieses schlichte, graue T-Shirt [2], einen guten Text und ein ruhiges Lied.

Rettung der französischen Küche und des Sonntagsfrühstücks

erdbeerscones_2Die französische Küche soll dem Niedergang geweiht sein, zumindest steht es wohl nicht gut um sie. Aber die Amerikaner nehmen sich ihr an. Ich habe keine Belege für diese These. Dafür liegt mein letzter New York Aufenthalt zu lange zurück. Aber ich kann französische Einflüsse im amerikanischsten Frühstück beobachten. Zumindestens in diesem Rezept. Scones.
Scones, das sind normalerweise die schnell in zehn Minuten kredenzten Frühstücksbrötchen. Noch nicht einmal die Knethaken kommen zum Einsatz. Beim Zusammenrühren der Zutaten ist alles, aber keine Präzision gefordert. Das Gegenteil zu den aufwändig gefalteten französischen Croissants, mit deren Zubereitung man schon 18 Stunden zuvor beginnen muss,  möchte man sie frisch zum Frühstück servieren.
Diese Scones zählen nicht nur zu den besten Scones, die ich je gegessen haben, sondern verbinden auch die aufwändige Blätterteigtechnik der Croissants mit der schnellen Herstellung des amerikanisch-englischen Frühstücksgebäck. Fusionsküche quasi, auch wenn die schon lange nicht mehr gefragt ist.

erdbeerscones_3 - Kopie

Französisch inspirierte Erdbeerscones
[hier entdeckt und abgewandelt]

* 2 Tassen Vollkornmehl
* 1 Teelöffel Backpulver
* 2 Teelöffel Zucker
* 1/2 Teelöffel Salz
* 12 Teelöffel kalte Butter
* 1/2 Tasse griechischer Joghurt
* 2 Teelöffel Sahne
* 1 Vanilleschote
* 2 Eier
* 1/2 Schale Erdbeeren

Den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Die Erdbeeren klein schneiden und ins Tiefkühlfach geben. Mehl, Backpulver, Zucker und Salz vermischen. In einer anderen Schüssel die Sahne, Vanille und die Eier schaumig quirlen. Die kalte Butter raspeln und in das Mehl leicht einkneten. Die Sahne-Ei-Mischung hinzugeben und auf einer bemehlten Fläche kneten. Ausrollen und nach einem Drittel falten, das andere Ende ebenfalls einfalten – wie einen Umschlag. Für fünf Minuten ins Tiefkühlfach geben. Ausrollen und in der Mitte mit den tiefgefrorenen Erdbeerstücken bestreuen. Die Ränder links und rechts einschlagen. Dreiecke schneiden. Auf ein Backpapier geben mit ein wenig Sahne abpinseln und etwas Zucker darüberstreuen. Für 25 Minuten backen.
Zum besseren Verständnis der Falttechnik oder einfach weil der Moderator mit seiner Fliege so herrlich aussieht, das Englisch so wunderbar und überhaupt amerikanische Kochsendungen ihren ganz eigenen Charme haben – dieses Video ansehen.
erdbeerscones_2 - Kopie

Wer hier jetzt wen rettet, ist zweitrangig: Das Sonntagsfrühstück ist gesichert.

Montagsmögen

montagsmoegenn...Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Nicht für immer, aber mal ausprobieren. Nicht irgendwas, sondern mit Stil und in Anführungszeichen. Für immer sollte gelten: Träumer sein, Macher sein, Denker sein und überall Möglichkeiten sehen. Eine, die das tut und glänzend und begeistert darüber gesprochen hat, ist hier zu hören und zu sehen.

das eigene Spiegelbild

Irland 21.6 --28.6.2014 584“Ist das Foto von einem Ereignis am Ende mehr oder weniger wert als die paar Sekunden, die wir nicht hingeguckt haben, um die richtige Schärfe der Kamera einzustellen? Und was ist eigentlich überhaupt noch das wirkliche Geschehen: Das Ereignis oder das Foto?
Ist es vielleicht auch eine Illusion, dass man gleichzeitig durch die Linse schauen, ablichten und dazu noch hinsehen kann? Kann man überhaupt gleichzeitig leben und übertragen? Könnte irgendwer von uns noch leben, ohne zu übertragen?
Und wenn nicht: Worauf soll sich unsere Verpassensangst richten? Darauf, dass wir selbst den Moment verpassen, oder darauf, dass andere nichts von ihm mitbekommen? Wem sollen wir unsere Energie und unsere Aufmerksamkeit mehr widmen? Dem Moment oder seiner Verdoppelung? Und gibt es uns, wenn wir ihn verdoppeln, nicht irgendwann auch doppelt? Oder sind wir etwas schon jetzt in zwei Teile aufgebrochen? Und wenn ja: Welcher Teil ist der wichtigere? Und wen gehören überhaupt all diese Augenpaare, die uns ständig beobachten? Wer sind all diese Gesichter in unserem Spiegellabyrinth?”

aus: LG;-) Wie wir vor lauter Kommunizieren unser Leben verpassen von Nina Pauer

50 shades of Grün

irland_MG_9918_MG_9975_MG_980814538225141_65920bb0b9_o_MG_9676_MG_9673Wie viel Grün verträgt das Auge? Die Farbe, die das Auge beruhigt, die Kräfte sammelt und Regeneration bringen soll. Sie soll das Auge nicht anstrengen, sondern stärken, weil es sich ausruhen kann. Urlaub in Irland. Das ist mehr Grün und so viel Grün und immer anderes Grün, dass nicht nur die Augen sondern auch der Rest des Menschen zur Ruhe kommt.
Eine Landschaft, die an die sattgrünen, mit Kunstgras überzogenen Berge von Spielzeugeisenbahnlandschaften erinnert. Das tiefgrüne, dunkle Moos und schillernde Farbenspiele. Das sind Felslandschaften und dazwischen das hellgrüne Gras. Gras, Gras und noch mehr Gras und nur die Schafe die dort grasen, weil das Land sonst nicht mehr hergibt. Das sind die Eichenwälder. Mächtige Bäume und dann wieder Farne.
So viel Grün in allen Nuancen.

Und wahrscheinlich hat sie abgefärbt, diese freundliche Farbe auf die Menschen. Wie freundlich und fröhlich sie sind. Wie vieles immer “lovely” ist. Und ja, das ist es und ich kann mich daran nicht satthören. Alles ist lovely und das Wetter gleich heavenly und die Iren so zugewandt und gastfreundlich. Vielleicht weil sie zusammenhalten müssen, weil das Verhältnis Natur und Land zu Menschen so ungleich ist.

Das Land scheint so groß. Dabei ist es, das ja gar nicht. Aber die Natur ist so übermächtig, dass sie den Mensch zurechtstuzt. Ganz klein fühle ich mich, angesichts dieser mächtigen, weißen Klippen, dieser endlosen grünbemosten Bergketten und der steinigen Hügellandschaften. An der Küste entlangfahrend wechseln die Naturzustände vom Moorast zu Klippen zu steinigen Feldern und grasbewachsenen Hügeln und Wäldern. Das Wort Naturschauspiel ergibt erst hier einen Sinn, weil dieses Land mit allem aufwartet, was die Natur so zu bieten hat. Und es wird ein volles Programm geboten.

So viel Land, für so wenig Menschen, hat Heinrich Böll in seinem Irischen Tagebuch geschrieben. So viel Grün, für mich genau richtig.

 

Spargel, Erdbeeren, Salat und Pinienkerne

159Solange es noch geht. Sich die letzten schnappen: Die Erdbeeren und den Spargel.

Das-Beste-vom-Sommer-Salat
Entdeckt bei Joanna

*500 Gramm grünen Spargel
*500 Gramm Erdbeeren
*eine Handvoll Pinienkerne

*frisch gepresster Saft einer halben Orange
*4 Esslöffel weißer Balsamicoessig
*6-8 Esslöffel Olivenöl
*Meersalz und Orangenpfeffer

Den Spragel schälen, dritteln und kurz mit etwas Öl anbraten. Die Erdbeeren kleinschneiden.Die Pinienkerne anrösten.

Alle Zutaten für das Dressing gut vermischen und unter den Spargel, die Erdbeeren heben und mit Pinienkernen bestreuen.

Esst, so lange Ihr noch könnt.

intensiv

151158“Was also ist es, das einen Augenblick intensiv macht? Das Herzeigen oder das Verbergen? Das Blitzlicht oder das Dunkle? Die große Bühne oder der blickdichte Vorhang?
Was gibt unseren Momenten Gewicht? Und was lässt sie, andersherum, leicht werden, so leicht, dass sie nur flüchtig an uns vorbeiziehen, obwohl wir sie doch eigentlich gerade erleben?
Wann verpassen wir einen Augenblick? Rinnt er uns durch die Finger, wenn wir ihn tatenlos vergehen lassen? Oder entwischt er uns, gerade weil wir krampfhaft versuchen, ihn festzuhalten? Wird unser Leben gelebter, bedeutender, einzigartiger und erfüllter, wenn wir pausenlos darüber sprechen, es kommentieren, es abfotografieren, beschreiben, hochladen, markieren und für immer irgendwo speichern? Oder ist das wahre, das richtige, wichtige Leben das, was passiert, wenn wir schweigen und gar keiner hinguckt?
Leben wir bewusst genug, wenn wir all die Momente, die, aneinandergereiht, unser Leben ausmachen, nicht ganz fest packen und miteinander teilen? Oder leben wir sie gerade deshalb nicht bewusst genug, sondern immer nur unkonzentriert, weil wir andauernd so busy damit sind, sie zu packen und miteinander zu teilen?”

aus: LG;-) Wie wir vor lauter Kommunizieren unser Leben verpassen von Nina Pauer