geschmackvoll

004“Um die Weißheit [der Wände] provisorisch zu entkräften, habe ich ein paar Poster aufgehängt: ein Portrait von Romy Schneider ist dabei und das Filmplakat von Pulp Fiction. Von beiden vermute ich, dass Besucher daran ablesen können, dass ich einen guten Geschmack habe.”

aus: Und alle so yeah von Rebecca Martin

Montagsmögen

montagsmoeggggenJeden Montag: Zwei, ich mag. Manchmal das “weniger ist mehr” über Bord werfen. Mit diesem Brokatkleid [1]. Ich könnte es zu Weihnachten tragen und daran darf ich schon denken, denn es stehen ja auch schon Lebkuchen im Supermarkt. Außerdem dieses Buch [2] vorbestellen. Von einer meiner liebsten Food-Bloggerinnen. Dekadenz in Gebäckform. Wunderbar.
Bei der Musik doch lieber schlicht und ruhig bleibend.

leichter Wegbegleiter

711Ich mag Bücher, an denen ich mich abarbeiten kann, die sich mir nicht erschließen, die ich knacken muss, bei denen ich um jede einzelne Seite, ach was, um jeden Satz kämpfe. Aber auch die leichten. Die, die mit denen ich lesend und wach wegdämmern kann, nicht nachdenken muss, wo es jetzt langgeht, sondern einfach der Geschichte folgen kann.
Wenn Bücher Gespräche sind, dann ist es eine nette Unterhaltung. Diese kleinen Pläusche zwischendrin, für die ich gerne anhalte. Nicht der sich ewig ziehende Small-Talk und auch nicht die Erkenntnis-schwere Unterhaltung beim Rotwein in der Nacht. Aber die drei Minuten mit der Nachbarin aus dem Erdgeschoss, die paar Worte mit dem türkischen Gemüsehändler – all die Gespräche, die nicht nötig wären, es aber doch lebenswerter machen das Leben.

Und alle so yeah ist so ein Buch. Ein leichtes, ein netter Plausch. Ein Buch, das in die Vergangenheit führt, das ich gerne gelesen hätte als ich jünger war. Wobei das Alter egal ist, weil es auch davon handelt, wie es ist, wenn es zu viele Möglichkeiten gibt, zu viele offene Türen, zu viele Chancen und immer die lauernde Angst den falschen Weg zu nehmen oder den richtigen Pfad zu verpassen. Das ist heutzutage alterslos.
Und deswegen eben tut es so gut, sich ein paar Stunden leicht zu unterhalten und dann tapfer weiter des Weges zu gehen.

“Wenn erwachsen werden bedeutet, Träumen beim Zerrinnen zuzuschauen, dann ist das keine schöne Beschäftigung. Da wäre es mir, glaube ich, lieber, ewig am äußersten Rand des Sprungbretts zu stehen, zu wissen, dass du gleich springen wirst, und nicht zu wissen, was das für ein Gefühl ist, nachdem du gesprungen bist. Das Gefühl nach dem Eintauchen und wie es ist, zurück an die Oberfläche zu straucheln, während der von deinem Sprung ausgelöste Strudel sich langsam auflöst. Ja, ich glaube, diesen Zustand wählte ich: Die Sehnsucht, die Vergangenheit hinter dir zu lassen, und die mit Furcht gepaarte Vorfreude, endlich den entscheidenden Schritt nach vorne zu treten.”

Wünsche werden wahr

134“Unsere Wünsche sind Vorgefühle der Fähigkeiten, die in uns liegen,
Vorboten desjenigen, was wir zu leisten imstande sein werden.
Was wir können und möchten, stellt sich unserer Einbildungskraft außer uns und in der Zukunft dar;
wir fühlen eine Sehnsucht nach dem, was wir schon im Stillen besitzen.
So verwandelt ein leidenschaftliches Vorausgreifen das wahrhaft Mögliche in ein erträumtes Wirkliches.”

Goethe [hier gefunden]

Samstagskaffee. Ein Hoffnungsvoller.

019Samstagskaffee. Einer über Hoffnung, Widerstände und Kraft.

  • dieser Blog heißt stepanini und stammt aus dem Land, in dem ich erwachsen geworden bin. Südafrika. Und an dem ich mit einer Sehnsucht hänge, die ich nicht erklären kann. Dieser Artikel von einem, dem es ähnlich ging, hilft zu verstehen. Wenn ein Land für Hoffnung steht, dann dieses.
  • das größte Versprechen im Leben. Für immer. Und eine, die sie auf wunderschöne und ganz unkitischige Weise einfängt und festhält.
  • Ein Interview, das mich berührt hat. Wegen der Reife, die nicht vom Alter herrührt, der Klarheit und Selbstbestimmtheit.
    “Sobald man etwas Schwieriges überwindet, kommt ein solcher Schub an Energie, dass man gar nicht versteht, wie man es hat schwierig finden können.”

Montagsmögen

montagsmagJeden Montag: Zwei, die ich mag. Niemals, nie vergessen, dass es einfach keine Option ist.[1] Niemals, nie vergessen, das Herz am rechten Fleck zu tragen [2]. Niemals, nie vergessen, dass gute Musik alles gleich besser macht. Den Rest vergessen. Und jetzt: Weitermachen.

Samstagskaffee und Samstagsabendfilm in wild

097Ein Affrogato zum Frühstück. Samstagskaffee. Eine Kugel Vanilleeis gleich in der Früh unter den Espresso geschmuggelt und damit in die Vollen gehend. Auf einen Samstagsabendfilm verweisend. Bonjour Sagan.

Ein Film über Francoise Sagan, die mit 18 das Buch “Bonjour Tristesse schrieb, das ich gelesen habe als ich ungefähr so alt war, aber das mir heute noch in Erinnerung ist. Es ist ein Buch über das Erwachsenwerden, über einen Sommer im Ferienhaus, so voller Lebenslust und ungezügeltem Hedonismus. Da wird das Leben ausgekostet und gleichzeitig zieht sich immer dieser Hauch Melancholie, der tiefschönen Traurigkeit durch die Seiten wie eine leichte Meeresbrise.

Francoise Sagan, die eine Leben lebte wild, ungestüm, maßlos und traurig. Die ebensolche Bücher schrieb. Immer in die Vollen gehend. “Ich habe immer gelebt, ohne zu zählen. Das Geld, die Zeit, alles ist zerronnen.”

Ich hingegen habe die Postkarte mit dem Aufruf wild und gefährlich zu leben an der Kühlschrank-Tür hängen, aber da sich bereits das Verspeisen von Eis zum Frühstück verwegen anfühlt,  schaue ich mir am Abend zum zweiten Mal die verfilmte Biographie einer wahrhaften Wilden an. Aus der sicheren Perspektive des eigenen Sofas. Alles andere wäre zu gefährlich.

Weinbergpfirsich a la carte

weinbergpfirschiEs gilt die Saion voll auszukosten. Sich sattzuessen, so lange es noch geht. Jetzt liegen sie im Supermarkt, die Weinbergpfirsiche. Alleine dieser Name. Und diese Form.

In der Pfanne anrösten oder auf den Grill legen. Als Salat mit Ziegenkäse und gerösteten Pinienkernen und Balsamicodressing.
Danach gleich noch zwei grillen.

weinbergpfirschi - Kopie

Etwas Frischkäse mit Vanillezucker verrühren. Eine viertel Tasse braunen Zucker mit etwas Wasser aufkochen und zehn Minuten köcheln lassen bis es Sirup-ähnliche Konsistenz annimmt. Dann zwei kräftige Schuss Sahne unterrühren. Einen Schuss Bourbon dazu. Und zum Schluss etwas Meersalz. Auf den warmen Pfirsich die Vanille-Frischkäse-Creme und dann ganz langsam den salzig-süßen Bourbon-Karamell darüber gießen.

Glauben, man sei im Himmel.
Beschließen gleich morgen nochmals Weinbergpfirsiche zu kaufen. So lange es noch welche gibt.

Ferienzeit

028Die paar Wochen im Jahr. Wenn Tage ineinanderfließen, wenn es Dienstag sein könnte oder Mittwoch, vielleicht auch schon Donnerstag und selbst das wäre egal. Wenn ich mich frage, ob ich noch frühstücken soll oder lieber gleich zu Mittag essen. Wenn die einzigen wichtigen Entscheidungen, die es zu treffen gilt, die sind, ob ich nachdem ich gestern ein Nogger und vorgestern zwei Magnum hatte, heute vielleicht das Solero nehmen soll. Wenn ich mir einfach noch eine Folge Newsroom ansehe, weil es egal ist, wie spät es ist und wie spät es wird, weil die die Stimme der Vernunft auch im Urlaub weilt. Wenn ich mich nicht frage, was ich morgen anziehen soll, weil da noch ein T-Shirt über dem Stuhl hängt, der Bikini obligatorisch ist und Flip-Flops und barfuß mich sowieso ganz weit tragen. Wenn ich im Grass am Fluß liege, weil allein das schon eine tagesfüllende Tätigkeit sein kann und den Wolken zusehe und nichts passiert, rein gar nichts und das gut so ist. Wenn ich keine Listen schreibe, weil es nichts aufzuschreiben gäbe, nichts zu erledigen ist, außer auszuruhen und damit auch nichts zum nicht vergessen. Wenn ich ein Buch am Stück lese, von der ersten bis zur letzten Seite, von vorne bis hinten, vollständig eintauche in die Sätze und die Geschichte und etwas benommen nach Stunden wieder auftauche. Wenn ich von Geschäft zu Geschäft flaniere und in Cafes sitze und nichts tue und mich treiben lasse, weil es keine Termine rufen oder Verpflichtungen, einfach nichts und niemanden, der den Takt vorgibt außer mir selbst. Wenn die Haut riecht, wie Haut nur im Sommer riecht nach Sonne und Meer, selbst wenn letzteres ganz weit weg ist. Wenn die Müdigkeit am Abend von dieser Art der schönen Schläfrigkeit ist, leicht ermattet, dahindämmernd, langsam in den Schlaf gleitend, statt erschlagen.

Wenn das so ist.

Dann sind wohl Ferien.

schöne Frauen

3bde06abad55bc6c7a5914dab9737a63Diesen Film gesehen und gleich mal wieder im Buch von Peter Lindbergh geblättert. Wie er Frauen festhält, so stark, im Männerhemd, von dieser unglaublichen Schönheit und mit direktem Blick.

Montagsmögen

montagsmoegen_23Jeden Montag: Zwei, die ich mag. Meinen eigenen Kopf zu haben. [hier entdeckt] Immer. Ist mir doch egal. Die Musik von Keith Jarrett und Charlie Haden kann einem nicht egal sein. Zu schön, zu zart ist sie.

die Laufschuhe schnüren

012016“Die meisten laufen nicht, weil sie länger leben wollen, sondern weil sie ein schöneres Leben führen wollen. Ist es nicht viel angenehmer, zehn Jahre mit klaren Zielen und voller Vitalität zu verbringen, als nur in den Tag hineinzudämmern?
Ich glaube, das Laufen verhilft dazu.
Sich selbst bis an seine persönlichen Grenzen zu verausgaben ist die Essenz des Laufens und eine Metapher für das Leben überhaupt (und für mich auch für das Schreiben).”

aus: Wovon ich rede, wenn ich vom Laufen rede von Haruki Murakami

für Sommerregentage

stepanini_magAn Sommerregentagen virtuell durch die Läden ziehen. Auf meiner Wunschliste sind gelandet: Ein schlichtes, weißes T-shirt ohne Firlefanz [1] und ein neues Magazin “Liebling” [2]. Für Kinder und Babies das T-Shirt mit dem Bären [3]. Neue Turnschuhe sind eingezogen [4] und es läuft sich gleich viel schneller und leichter. Es tippt sich viel schneller und leichter mit Urlaubsgefühl auf den Händen [5]. Die Leuchtschrift im Flur [6], das wäre eine sehr große Sache.

warmer Salat

246Salat. Salat. Salat. Sehr gerne warm. Warm ist immer besser.
Einfach Rucola, Babyspinat, Feldsalat oder von allem etwas. Zuchini in dünne Scheiben schneiden, anbraten, getrockneten Tomaten klein schneiden, Pinienkerne anrösten. Mit Ziegenkäse und Balsamicoreduktion beträufeln.