“Alles von zwei Seiten betrachten zu wollen, alles infrage stellen zu können, das habe ich von ihr.
Ich kann nicht sagen, dass es mein Leben leichter gemacht hat.”
aus: Untitled von Joachim Bessing
“Alles von zwei Seiten betrachten zu wollen, alles infrage stellen zu können, das habe ich von ihr.
Ich kann nicht sagen, dass es mein Leben leichter gemacht hat.”
aus: Untitled von Joachim Bessing
“… die Gestalt, die ihm am vertrautesten ist, seine Frau.”
aus: Die Liebe in groben Zügen von Bodo Kirchhoff
Schon so lange wollte ich es mal ausprobieren. Jetzt hängt es. Und ich mag es. Sehr.
Gänsehautfilm. Searching For Sugar Man. Wegen der Musik, aber vor allem wegen der Geschichte. Rodriguez, Musiker in den 70ern, der in den USA ganze sechs Platten verkaufte. Eine dieser Platten aber fand den Weg nach Südafrika und seine Lieder wurden zur Hymne der Anti-Apartheidsbewegung. Er war dort bekannter als Elvis und ein Superstar. Nur, dass er selbst nichts davon wusste.
Der Film erzählt von dem Musikjournalisten, dem Plattenladenbesitzer, die sich eines Tages auf die Suche nach dem Sänger machten und führt bis hin zu Rodriguez Töchtern, die in der Lebensmitte erfahren dürfen, dass ihr Vater ein gefeierter Musiker ist.
Was dabei Gänsehaut macht? Dass es möglich ist. Und dieser Mensch und Musiker Rodriguez, der so in sich ruht und so unendlich bescheiden ist. Der selbst beim großen Comeback-Konzert im Hotel darauf achtet, nur seine Bettseite zu benutzen, weil er keine Umstände machen möchte. Ein Mann, der sich sein Geld bei einem Abrissunternehmen verdiente, zwei Wochen vor Weihnachten gekündigt wurde, sich mit Aushilfsjobs über Wasser hielt, sich politisch engagierte, Philosophie studierte. Im Anzug auf der Baustelle erscheint und zeigt, dass Würde nicht von außen gegeben wird, sondern von innen kommt.
Einer der Produzenten sagt über ihn: Er hatte diese magische Qualität, die alle wahren Künstler und Poeten haben. Er setzte sich einfach über vieles hinweg, über das Alltägliche, über das Aufgesetzte, über den ganzen Mist, die Mittelmäßigkeit hinweg.”
Ihm zuzuhören, ihn zu sehen, das erdet auf eine Art und Weise, die schwer zu beschreiben ist. Es ist ein Film, der einen wieder an das Gute glauben lässt. Ein Film, der Gänsehaut macht.
Die Musik ist auch großartig. Und dieses Land sowieso. Gänsehaut eben.
“…und das kommt halt dann vor, dass irgendetwas von daher stimmt, von vielen Dingen her stimmt, dann schaue ich es an und sage: Ja, stimmt zwar alles, ist aber nicht schön.“
Peter Zumthor, in Atmosphären
Wenn Dinge alleine schon gut sind, dann müssen sie in Kombination doch noch besser sein. Rosmarin, Mandeln, Hartweizengrieß, Olivenöl. Immer in Tassen abgewogen. Habe ich hier entdeckt.
1 Tasse Hartweizengrieß
1 Tasse Olivenöl
1 Tasse gemahlene Mandeln
1 Tasse brauner Zucker
3/4 Tasse Olivenöl
1 Teelöffel Backpulver
Saft und Schale von 2 Zitronen
3 Eier
2 Stile Rosmarin
Salz und Puderzucker
Die Mandeln mit dem braunen Zucker, dem Hartweizengrieß, dem Zucker, dem Backpulver und einer Prise Salz vermischen. Danach Olivenöl mit den Eiern, dem Zitronensaft und Schale schaumig schlagen. Unter die Mehlmischung heben und zum Schluss die zerkleinerten Rosmarinstile unterrühren. Bei 180 Grad für 35 Minuten backen.
Saftig. Und ja, die vier zusammen machen sich ganz prächtig.
Nachtflohmarkt in München. Guter Ort. So viel zu sehen, zu entdecken. Diese beiden gehört und für schön befunden.
“Die Dinge sind dann zu sich gekommen, sind bei sich. Weil sie dann das sind, was sie sein wollen.”
Peter Zumthor, in Atmosphären
Jeden Montag, zwei, die ich mag: Boyfriendjeans [1]. Das muss nicht näher erläutert werden. Diese Tagesdecke [2], weil sie grau ist, weil sie schlicht ist, weil sie weich ist, weil sie von Hay ist. Weil. Dieses Video [3], weil wenn zwei großartige, eigensinnige Menschen aufeinandertreffen, nur etwas Großartiges, ganz Eigenes herauskommen kann. Schon zwei Mal gesehen. Danke Julie.
“Bis heute ist es das, was die Liebe zu ihr auszeichnet: Der gleichermaßen ausgeprägte Drang nach Körperlichkeit wie nach Geist.”
aus: Untitled von Joachim Bessing
Eine eigene Sprache zu finden, Worte, für das, was so schwierig zu fassen und zu greifen ist – das ist nicht leicht. Aber kommt sicherlich mit dem Alter. Elisabeth Rank ist 28. Und schreibt in einem ganz eigenen Stil. Wie Gedanken. Gedankenflüsse. Lange, lange Sätze, die nicht aufhören und genau das mitprotokollieren, was so oft im Kopf passiert. Oder auch nicht. Weil es da nicht rauskommt. Zumindest bei mir. Weil ich die Gefühle und Gedanken nicht in Worte fassen kann, die Sätze fehlen. In Bist du noch wach? sind sie alle da. In Und im Zweifel für dich selbst
auch. Und auf ihrem Blog. Und ich lese schon langsamer, weil ich nicht möchte, dass es aufhört. Ein Satz nach dem anderen, den ich mir merken muss, merken will, weil er das sagt, was ich auch sagen wollte, wenn ich es denn könnte, wenn ich die vielen Worte, die in meinem Kopf kreisen in die richtige Form bringen könnte und die Stimmungen so genau sezieren wie sie. Ich finde mich wieder.
Direkt aus dem Glas. Gerne auch in der Kombination mit Mandelmus. Aber das hatten wir schon. Nutella ist eines der Lebensmittel, die immer im Haus sind. Immer. Unfreiwillig habe ich welches selbstgemacht. Mit Erdnüssen drin.
Das war gestern.
Das Glas ist schon leer.
Es erfordert ein wenig Geduld. Und ist im Endergebnis auch fester als die Supermarkt-Variante.
200 ml Sahne
200 gr. Zucker
100 gr. Zartbitterschokolade
100 gr. Vollmilchschokolade
100 gr. geröstete Erdnüsse
Sahne erhitzen und gleichzeitig Zucker in einem Topf karamellisieren. Die Schokolade klein hacken. Sobald sich das Karamell aufgelöst hat, die Sahne dazugeben, so wird eine Karamellsahne draus. Dann die zerkleinerte Schokolade unterrühren. Die zerkleinerten Erdnüsse dazu. Auskühlen lassen.